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Unsere Sonne

Der Zentralkörper unseres Sonnensystems, größer und schwerer als alle anderen Objekte im Sonnensystem zusammen. Aber - ganz genau genommen - nicht das Zentrum unseres Systems. Das eigentliche (physikalische) Zentrum ist der Schwerpunkt des Systems der zwar zeitweilig innerhalb der Sonne liegt, aber zeitweilig auch außerhalb. Die Sonne kreist in einer kleinen Ellipsenbahn um diesen Schwerpunkt wie die Planeten um die Sonne kreisen.
In Ihrem Innern laufen bei vielen millionen Grad Kernprozesse ab, die riesige Energieen freisetzen. Es dauert viele Jahre, bis sich diese Energien durch das dichtgepackte Innere der Sonne an die Oberfläche gekämpft haben und dort als Licht und andere Strahlung austritt. Eigentlich ist das Licht der Sonne rein weiß, durch unsere Atmosphäre wird jedoch der blaue Anteil gestreut, so daß die Sonne für uns gelb bis orange erscheint. In der Astrofotografie werden Sonnenfotos fast immer eingefärbt.
An der Oberfläche selber herrschen Temperaturen von ca. 6.000 Grad. Die Sonnenflecke sind kühlere Gebiete.
Die Sonne ist ein durchschnittlicher Stern in der Mitte ihres Lebenszyclus. Andere Sonnen bzw. Sterne können um ein vielfaches größer und schwerer sein oder auch kleiner und kompakter.
Die Sonne auf Wikipedia

ACHTUNG: Das Betrachten der Sonne durch gefärbte/getönte Scheiben, Folien oder Ähnliches kann schwere Augenschäden verursachen. Benutzen Sie ausschließlich dafür vorgesehene Geräte und Filter. Die Gefahr einer bleibenden Augenschädigung wird noch immer stark unterschätzt.


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Merkurtransit am 09.05.2016
Der Merkurtransit im Zeitraffer (5-Minuten-Takt)
Merkurtransit am 09.05.2016

Zugegeben, es ist nicht jedermanns Sache, über sieben Stunden einen winzigen schwarzen Punkt vor einem großen weißen Kreis anzustarren. Und das bei sommerlichen Temperaturen unter einer dicken Decke. Dazu muss man schon ein wenig "speziell" sein...und ich gehöre zu genau diesen Verrückten.

Merkurtransit am 09.05.2016 Bild 2
Grob eine Stunde später Originalgröße
OK, also der Merkurtransit. DAS Ereignis diesen Jahres - zumindest für die Spezialisten. Wenn der Merkur von der Erde aus gesehen über die Sonnenscheibe wandert und dort als winziger kleiner Punkt zu sehen ist. So winzig, dass er nur mit Teleskopen zu erkennen ist. Also habe ich wieder mein Gerät aufgebaut, die Sonnenfilter aufgesetzt und meine Kamera angeschlossen. Damit ich auf dem Computer an dem meine Kamera eingestöpselt war, auch bei dem Sonnenlicht etwas erkennen konnte, musste eine blickdichte Decke herhalten. Uff, war das darunter eine Hitze...

Und so habe ich dann alle 5 Minuten ein Foto vom Transit geschossen. Alle Bilder hier wurden mit ISO-100 und einer Belichtungszeit von 1/4000 sec. aufgenommen. Wie bei Sonnenbildern üblich habe ich die Fotos später eingefärbt.

Merkurtransit am 09.05.2016 Bild 4
Gelegentlich zogen Wolken vorüber Originalgröße
Stunde um Stunde saß ich also unter meiner Decke, starrte auf den Computerbildschirm, fokussierte regelmäßig nach und löste die Kamera aus. Das Wetter war sehr klar, anfangs gab es einige Windböen, die meine Sonnenfilterfolie vibrieren ließ, was immer eine kleine Unschärfe bei den Bildern verursachte. Sonnenfilter hinter Glas wären zwar besser, sind aber leider auch teurer. Gelegentlich wanderten auch mal einige Wolken durch das Bild, zeitweilig war die Sonne auch komplett verdeckt. Aber grundsätzlich sehr gute Beobachtungsbedingungen.

Merkurtransit am 09.05.2016 Bild 5 Detail
Hier der Ausschnitt Merkur und Sonnenflecken
An diesem Tag waren ein paar schöne Sonnenflecken zu sehen. Wenn ich diese etwas genauer hätte fotografieren wollen, hätte ich meine Kamera durch meine PlanetenCam austauschen müssen. Aber heute geht es um den Merkur.

Merkurtransit am 09.05.2016 Bild 7
Die fünfte Stunde geschafft Originalgröße
Wenn man bedenkt, dass unsere Erde "nur" etwa doppelt so groß ist wie der Merkur und der Jupiter ganz grob 30x größer als der Merkur ist, dann kann man sich bei diesen Bildern einen winzigen Eindruck davon machen, wie groß die Sonne eigentlich ist. Aber das stimmt auch nicht wirklich, die Sonne ist noch viel weiter im Hintergrund als der Merkur und das Größenverhältnis ist noch etwas extremer als es auf diesen Bildern erscheint.

So gegen 19 Uhr stand die Sonne schließlich so tief, dass Büsche in meinem Garten die Sicht immer mehr einschränkten. Nahe Gegenstände werden im Teleskop so unscharf, dass sie das Bild einfach nur verdunkeln und verwaschen und selber nicht erkennbar sind. Das war für mich die Zeit, meine Beobachtung langsam zu beenden.

Einen weiteren Bericht zum Merkurtransit finden Sie auch auf den WordPress-Seiten von DeepSkyDaddy

 
Sonne am 16.03.2016
Sonne am 16.03.2016 Originalgröße
Sonne am 16.03.2016

Nach längerer Zeit mal wieder die Sonne. Die Sonnenaktivität ist aktuell gering, es gibt nur kleine und wenige Flecken und Fleckengruppen zu sehen. Ein leichtes Lüftchen hat das Bild stark zittern lassen, dadurch hat die Aufnahme vom Sonnenfleck etwas gelitten.

 
Sonne am 07.06.2015

Abends ziehen derzeit bei mir störende Wolkendecken auf, aber tagsüber ist mein Himmel schön klar. Also habe ich mich mal wieder der Sonne gewidmet. Nachdem einige Zeit nur einzelne und kleine Sonnenflecken zu sehen waren, sind jetzt wieder einige Fleckengruppen aufgetaucht.

Sonnenfleckengruppe am 07.06.2015
Sonnenfleckengruppe 12362 am 07.06.2015 Originalgröße

 
Sonnenflecken am 15.04.2015

Drei größere Sonnenfleckengruppen (12321 oben, 12324 unten und 12325 unten rechts) sind derzeit auf der Sonnenoberfläche zu erkennen.

Sonnenfleckengruppe am 15.04.2015
Sonnenfleckengruppe 12324 am 15.04.2015

 
Partielle Sonnenfinsternis vom 20.03.2015

Ursprünglich waren die Wetteraussichten für die Sonnenfinsternis nicht sehr gut - noch drei Tage vorher wurde mit leichter Bewölkung gerechnet. Daher gingen auch die Spezialbrillen die von den Optikern verkauft wurden nur schleppend. In den letzten Tagen vor der Sonnenfinsternis besserten sich die Wetteraussichten und die Medien publizierten das anstehende Ereignis. Die Nachfrage nach den Spezialbrillen stieg explosionsartig an. Schon bald hieß es, dass die Brillen in ganz Deutschland ausverkauft sind. Im Internet wurden die eigentlich 2-4 Euro günstigen Brillen dann schnell zu 30, 40 und mehr Euro gehandelt. Ein Verkäufer verlangte schließlich sogar 329 Euro für eine Brille. Natürlich hatte ich mich schon Tage vorher mit mehreren Brillen versorgt und Sonnenfilter für meine Geräte hatte ich ohnehin schon.

Start der Sonnenfinsternis
Mein erstes Bild der Sonnenfinsternis um 9:40 Uhr Originalgröße
Die verschiedenen Sonnenfinsternisbrillen die ich hatte, waren sehr unterschiedlich. Die gekauften Brillen zeigten starke Unterschiede in der Qualität. Die Sonnenumgebung wurde von allen Brillen mehr oder weniger stark verschmiert, und die Farb- und Abbildungsqualität war doch eher gering. Das beste Bild lieferte eine Brille, die ich aus einer ehemaligen 3D-Brille aus dem Kino und Resten einer Sonnenfilterfolie für optische Geräte gebastelt habe. Keinerlei Schlieren in der Sonnenumgebung, eine gestochen scharfe Abbildung ohne Farbverläufe und weit angenehmer zu tragen als die dünnen Pappbrillen.

Einen Tag vor der Sonnenfinsternis verfrachtete ich alle meine Geräte - also mein Newton-Teleskop, mein Astrolon-Teleskop, die Sonnenfilter, Fotoausrüstung, Laptop, diverse Kabel, einen kleinen Tisch und Stühle und alles was sonst so dazu gehört - zu meinem Bruder. Dessen Terrasse hat einen sehr schönen und freien Blick nach Osten. Früh am Morgen der Sonnenfinsternis, so gegen 7 Uhr, ging ich zu meinem Bruder rüber und baute meine Geräte auf. Mein Bruder selbst musste an diesem Tag arbeiten. Ich richtete und probierte meine Geräte noch aus und alles funktionierte hervorragend.

Gegen 9 Uhr traf dann eine Bekannte ein, die sich ebenfalls für das Ereignis interessierte und von mir eingeladen wurde. Sie hat noch per SMS Ihre Arbeitszeit kurzfristig verlegt (danke an Ihren Chef für das Verständnis) und ich erklärte Ihr die Geräte. Wir kamen ins Quatschen und haben so doch glatt die allerersten Minuten der Sonnenfinsternis verpasst. Meine Geräte waren soweit ja schon ausgerichtet, also schnell ran und los ging es. Sie schaute live durch mein vorbereitetes Astrolon-Teleskop (natürlich mit den nötigen Sonnenfiltern und einem zusätzlichem Polarisationsfilter um die Augen zu schonen und den Kontrast zu erhöhen), und ich hatte meine Kamera an mein Newton angeschlossen und schaute nun unter einer Decke auf meinen PC, an den die Kamera angestöpselt war. Unregelmäßig im Minutentakt schoss ich damit meine Fotos.

Maximum der Sonnenfinsternis
Das Maximum der Sonnenfinsternis gegen 10:47 Uhr Originalgröße
Mit fortschreitender Sonnenfinsternis wurde es spürbar kühler, ich möchte fast sagen regelrecht frostig. Beim Aufbau meiner Geräte morgens war es warm genug um ohne Jacke draussen zu stehen. Während der Sonnenfinsternis musste ich jedoch eine dickere Jacke anziehen. Nachträgliche Temperaturverläufe zeigten eine Schwankung von rund 4,5° C. Da der Temeratursturz relativ schnell eintrat, fühlte sich das noch kälter an.

Gelegentlich kroch ich auch unter meiner Decke hervor und schaute durch meine anderen Geräte. Dabei fiel uns auch die Lichtveränderung in der Umgebung auf. Ein merkwürdig diffuses Zwielicht herrschte. Meine gute Kamera hing am Teleskop, ich konnte das Umgebungslicht leider nicht einfangen. Vermutlich ist das ohnehin sehr schwer originalgetreu aufzunehmen. Das muss man einfach selbst erleben.

Das Licht normalisierte sich wieder langsam bis die Sonnenfinsternis nach rund zweieinhalb Stunden vorüber war. Es dauerte allerdings noch ein wenig bis die Temperatur wieder auf angenehmere Werte angestiegen ist.

An diesem Tag war auf der Sonnenoberfläche nur ein einzelner, relativ kleiner Sonnenfleck zu sehen. Das war natürlich spannend, als der Fleck vom Mond "verschluckt" wurde und später wieder auftauchte. Das Wetter war die ganze Sonnenfinsternis über so gut, dass man optisch sogar die unregelmäßigen Mondkonturen erkennen konnte. Auf den Fotos ist das leider nicht so deutlich zu sehen, und man muss die Bilder in Originalgröße sehen um die geologischen Strukturen am Mondrand ansatzweise zu erahnen.

Ende der Sonnenfinsternis
Ende der Sonnenfinsternis gegen 11:58 Uhr Originalgröße
In Deutschland ist der Solarstrom mittlerweile relativ stark vertreten und durch die Sonnenfinsternis ist dieser innerhalb relativ kurzer Zeit abgefallen und wieder angestiegen. Die Medien berichteten hier von möglichen regionalen Stromausfällen, da diese starken Schwankungen das Stromnetz derart belasten, dass es aus Sicherheitsgründen in Teilen automatisch abgeschaltet wird. Meines Wissens ist das allerdings nirgendwo in Deutschland der Fall gewesen und ich vermute, dass das die übliche Übertreibung und Panikmache der Medien war. Natürlich mussten die Schwankungen ausgeglichen werden, aber die Stromnetzbetreiber wussten das auf Jahre voraus und konnten entsprechende Vorkehrungen und mögliche Ausgleichsmaßnahmen treffen. Ich bin jedenfalls das Risiko eingegangen und hatte meine Geräte (Kamera, Teleskopnachführung, PC) normal am Netz und die Akkus dafür nicht dabei.

Insgesamt war die Sonnenfinsternis ein wirklich sehr interessantes und eindrucksvolles Erlebnis und ich bin mit meiner Bildausbeute sehr zufrieden. Nur schade, dass es hier keine totale Sonnenfinsternis war. Trotzdem sehr aufregend.


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